Tipps für eine Pilgerreise

Jesus, Maria und Josef gingen drei Mal im Jahr auf Pilgerfahrt, um den lebendigen Gott zu feiern. Das war ein wichtiger Schritt für das jüdische Volk und eine Mitzwa (Gebot). Von Nazareth musste man 170 Kilometer bis Jerusalem gehen. Sie mussten ihre Gewohnheiten verlassen, ihren Gebetsrhythmus, ihre Arbeit, ihre Beziehungen und akzeptieren, für einige Tage entwurzelt zu sein. Sie wussten im Voraus nie, was sie auf dem Weg erwartete, aber sie setzten sich mit Freude dem Mangel an Komfort und der Ermüdung aus. Sie wurden von einem erhebenden Ziel getragen: in den Tempel zu gehen, um zu beten, von Gott «gesehen zu werden» und seinem Ruf zu antworten! Jede Pilgerfahrt erlaubte ihnen, einen neuen Gipfel in ihrem geistlichen Leben zu erklimmen. Was sollte man tun, bevor man aufbricht? 

  1. Sagen Sie der Muttergottes, wie dankbar Sie sind, eingeladen zu sein, und danken Sie ihr im Voraus für alle Geschenke, die Sie erwarten. Da Sie ihr Gast sind, sind sie zahlreich!
  2. Beginnen Sie, einige Botschaften und Zeugnisse zu studieren, um Ihren Geist vorzubereiten, sowie das Ereignis, das der gewählten Wallfahrtsstätte eigen ist.
  3. Fassen Sie den festen Entschluss, mit allem zufrieden zu sein, sich nicht zu beklagen und sich allem, was Ihnen zustossen wird, positiv zu nähern. Dadurch können Sie riesige Gnaden auf sich und alle diejenigen, die Sie in Ihrem Herzen tragen, herabziehen! Das Bett ist nicht so bequem wie zu Hause? Denken Sie daran, dass die Dorfbewohner 1981 nicht einmal daran dachten, ein Bett zu haben! Das Essen ist anders? Zur damaligen Zeit hatten die Dorfbewohner nicht genug zu essen, die Männer gingen nach Deutschland arbeiten, um ihre Familie zu ernähren! Die Pension hat keine Klimaanlage? Wissen Sie, dass Jesus nie eine hatte, während der sengenden Sommer Israels. Der Leiter ist so leidlich? Ihr Zimmergefährte ist solala? Wunderbar! Versuchen Sie zu lernen, ihn göttlich zu lieben und Ihre Gefühle in den Griff zu bekommen! Bitten Sie ihn, Ihnen von seiner Kindheit zu erzählen und nehmen Sie das Kind auf, das sich hinter ihm versteckt! Durch eine Pilgerfahrt können wir auf Distanz zu unseren Automatismen gehen, sie bietet so viele Gründe, Gott zu danken, wenn wir versucht sind zu murren. Da fällt ein Gnadenregen auf uns. Die Muttergottes sammelt alle diese kleinen Opfer auf und erlangt grosse Gnaden für uns!
  4. Haben Sie immer das wahre Ziel Ihrer Pilgerfahrt im Sinn und das, was Maria wünscht: unser Herz und die Richtung unseres Lebens zu ändern. Sie liebt uns so sehr, sie möchte unsere vollkommene Bekehrung! Bereiten Sie sich auf eine gute Beichte vor; das ist zweifellos der wichtigste Schritt Ihres Aufenthalts in Medjugorje, denn das reinigt das, was Sie hindert, offen für Gott zu sein.
  5. Seien massvoll in der Art, Ihren Koffer zu füllen. Einige Pilger kommen so beladen in Medjugorje an, wie ihr Herz schwer ist. Eine Pilgerfahrt ist die Gelegenheit, eine Entsagung zu leben und eine gewisse Armut, beides so wohltuend für die Seele! Die Entsagung erlaubt der Seele, ganz offen für die Gnade zu sein. Denken wir an die Heilige Familie, wie sie sich zu Fuss nach Jerusalem begab! Sie begnügten sich mit wenig und erfreuten sich so einer grossen inneren Freiheit.
  6. «Öffnet eure Herzen!», ist die Botschaft, die Maria den Pilgern immer gibt. Seien Sie grosszügig Gott gegenüber, lassen Sie ihn das verändern, was in Ihnen zu verändern ist, ohne Einschränkungen, denn die Pilgerfahrt ist eine bevorzugte Zeit, eine günstige Gelegenheit, ihn in Ihrer Seele wirken zu lassen. Aber er wird dies in dem Masse der Öffnung tun, die Sie ihm anbieten, in aller Freiheit.
  7. Vermeiden Sie absolut, das Wunderbare zu suchen. Diejenigen, die das suchen, sind auf dem falschen Weg. Sie laufen Gefahr, enttäuscht zu werden, denn in Medjugorje geschehen die Wunder in den Herzen! Sie laufen Gefahr, die Gnaden zu versäumen, die die Muttergottes Ihnen vorbehält und sie werden mit einem leeren Herzen wegfahren.
  8. Freuen Sie sich, neue Freunde in der Gruppe zu finden, neue Brüder und Schwestern im Herrn! Diese Kontakte, die der Herr auf einer Wallfahrt schafft, sind oft wichtig für die Zukunft. Zu Hause zurück werden Ihre neuen Freunde Ihnen helfen, die Botschaften zu leben und Sie werden eine neue geistliche Unterstützung haben! Viele kleine Gebetsgruppen und Werke der Nächstenliebe bilden sich, ausgehend von einer gemeinsamen Pilgerfahrt. Es gibt auch Hochzeiten!
  9. Vermeiden Sie das Shopping, reservieren Sie einen einzigen Tag für Ihre Einkäufe, sonst werden Sie in die Zerstreuung fallen und Ihr Gebet wird darunter leiden. «Satan möchte die Pilger zerstreut machen», sagt uns die Muttergottes. Diese Fallen sind jedoch in den Wallfahrtsstätten immer häufiger! Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf die Fotos, machen Sie keine während der Messen und den Anbetungszeiten, um nicht «die Gnaden zu verlieren, die Jesus und ich selbst euch geben möchten», sagt uns auch die Muttergottes. Nun also. Indem Sie diese einfachen Punkte leben, werden Sie Gott Ihren tiefen guten Willen zeigen, er wird Sie dann über Ihre Erwartungen hinaus beschenken!

Quelle: Children of Medjugorje